Ergotherapie Hünstetten

Ergotherapie in der Rheumatologie

Menschen mit Rheuma (Polyarthritis) haben – wenn auch sehr vereinfacht - die Entzündung in den Gelenken. Schmerz, besonders in Ruhephasen, tritt als ständiger Begleiter in das Leben der Betroffenen. Die Gelenke sind geschwollen, druckempfindlich und warm, sie lassen sich nach dem Aufstehen häufig eine Stunde oder länger kaum bewegen (Morgensteifigkeit).

Im Laufe des Tages bessert sich die Beweglichkeit. Bei vielen Patienten beginnt die rheumatoide Arthritis an den Gelenken der Finger, häufig auch an den Zehen. Von den großen Gelenken sind meist die Kniegelenke betroffen.

In der Rheumatologie hat die Ergotherapie vor allem folgende Aufgaben:

  • Eingehende Funktionsdiagnostik, schwerpunktmäßig unter dem Gesichtspunkt der alltäglichen Tätigkeiten in Haushalt, Beruf und Freizeit sowie der Alltagsbelastungen. Dazu werden verschiedene standardisierte diagnostische Hilfsmittel eingesetzt, zum Beispiel Tests mit praktischen Übungen und Fragebogen.
  • Gelenkschutzberatung, Gelenkschutzeinweisung und Gelenkschutztraining zum Schutz gefährdeter Gelenke sowie zur Vorbeugung verhinderbarer Gelenkschädigungen.
  • Funktionelle Therapie, d.h. das Training von Bewegungsabläufen oder Kompensationsbewegungen, entweder bei vorliegenden Störungen/Einschränkungen oder zur Verbesserung von Präzision, Ausdauer und Kraft.
  • Hilfsmittelversorgung oder Anfertigung und Anpassung von Schienen oder anderen "orthopädietechnischen" Hilfsmitteln, ebenfalls zum Gelenkschutz oder zur Kompensation von Behinderungen.

Auch die Kryotherapie also Wärme- und Kältebehandlung wie z.B. Paraffinbäder gehören zur Therapie.